Dortmunder Blankstahl wird Teil von ArcelorMittal

  • Mai 2021
  • Industrie
  • Distressed M&A
  • Deutschland
  • UNTERNEHMENSVERKAUF

Das Livingstone Distressed M&A-Team hat Insolvenzverwalter Markus Birkmann von der Kanzlei BBL Brockdorff & Partner (BBL) bei der Veräußerung der Dortmunder Blankstahl GmbH an den weltgrößten Stahlproduzenten ArcelorMittal exklusiv beratend unterstützt. Über die Eckpunkte der Transaktion haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Dortmunder Blankstahl GmbH (DBS) mit Sitz in Dortmund wurde im Jahr 1975 gegründet und ist einer der führenden Anbieter in der europäischen Stahlindustrie für gezogenen Blankstahl. Mit einer Produktionskapazität von bis zu 100.000 Tonnen pro Jahr bietet DBS gezogenen Blankstahl in nahezu allen legierten und unlegierten kaltverformbaren Stahlqualitäten an. Das Produktportfolio umfasst u.a. gezogene Stäbe als Rundstahl, Vierkant- oder Sechskantstahl, Werkzeugstahl und Automatenstahl für zahlreiche Anwendungsgebiete. Zu den Kunden zählen unter anderem namhafte Automobilzulieferer. Im Geschäftsjahr 2019 erzielte das Unternehmen noch einen Jahresumsatz i.H.v. ca. EUR 44 Mio., der sich, primär krisenbedingt, im vergangenen Jahr deutlich auf ca. EUR 24 Mio. reduzierte.

Durch den Beschluss vom Amtsgerichts Dortmund vom 22. Januar 2021 wurde Rechtsanwalt Markus Birkmann zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt, am 1. April 2021 wurde das Verfahren eröffnet. „Wir konnten die Fortführung des Betriebs trotzdem in vollem Umfang sicherstellen,“ sagt Rechtsanwalt Marvin Bauernfeind aus dem Hause BBL, der die Insolvenzverwaltung unterstützte. Gründe für die Schieflage der DBS sind u.a. auf die Corona-Krise und Liquiditätsengpässe zurückzuführen. Das Ziel des Insolvenzverwalters und des Managements war es, eine Fortführungslösung für das Unternehmen zu finden. Livingstone wurde beauftragt, einen strukturierten M&A-Prozess zur Identifizierung eines Investors aufzusetzen.

Innerhalb von zwei Monaten konnte eine Lösung für das Unternehmen realisiert werden: ArcelorMittal übernimmt DBS im Rahmen einer übertragenden Sanierung, alle 82 Arbeitsplätze bleiben erhalten.

„Damit ist die Zukunft des Unternehmens und die der Mitarbeiter gesichert und der Geschäftsbetrieb kann ungestört fortgesetzt werden“, betont Insolvenzverwalter Markus Birkmann und fügte hinzu: „Wir freuen uns, dass wir mit der Hilfe des Livingstone Teams um Dr. André Schröer trotz erschwerter Corona-Bedingungen in kurzer Zeit ein beachtliches Ergebnis erzielen konnten“.

„Wir freuen uns über die erfolgreiche Transaktion und über das Vertrauen, dass die Insolvenzverwaltung und die Gläubiger in uns gesetzt haben, sie in diesem Prozess beratend unterstützen zu dürfen. Der M&A-Prozess war, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der anhaltenden Pandemie, spannend und herausfordernd zugleich. Wir freuen uns für die DBS und ihre Mitarbeiter, dass mit AcelorMittal ein hochkarätiger strategischer Investor identifiziert werden konnte“, sagte Dr. André Schröer, Partner bei Livingstone in Düsseldorf.

„Wir wünschen DBS und ArcelorMittal auf Basis dieser erfolgreichen Transaktion eine dynamische Weiterentwicklung und eine erfolgreiche Zukunft“, ergänzte Alexander Stock, Direktor bei Livingstone in Düsseldorf.


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    Markus Birkmann, Insolvenzverwalter, BBL Brockdorff & Partner

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